Die schwarze Spinne

by Totenheer

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    Totenheer writes history.... More precisely: Totenheer set the novella "The Black Spider" by Jeremias Gotthelf from 1842 to music with 14 songs. The story tells of farmers in slavery in the 13th century in the Emmental. Under the threat of death, the tyrannical bailiff forces them to plant a hundred full-grown beech trees on the castle hill in no time at all. In their distress, they gave the order to the devil. As a reward, the devil desires nothing much, nothing more and nothing less than an unbaptized child. In a wild and stormy night, the devil fulfills the order. The peasants, however, try to trick him and cheat him out of his wages. But his revenge is terrible: the devil sends them the black spider, a symbol of the plague. The 74-minute concept album begins with dulcimer sounds that underline the scene as unison. This finally changes the mood ominously. The album offers powerful, brute and dark sounds to a primal human fear. Old legends of the past are transformed into a parable-like narrative about Christian-humanistic ideas of good and evil.

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    Totenheer writes history.... More precisely: Totenheer set the novella "The Black Spider" by Jeremias Gotthelf from 1842 to music with 14 songs. The story tells of farmers in slavery in the 13th century in the Emmental. Under the threat of death, the tyrannical bailiff forces them to plant a hundred full-grown beech trees on the castle hill in no time at all. In their distress, they gave the order to the devil. As a reward, the devil desires nothing much, nothing more and nothing less than an unbaptized child. In a wild and stormy night, the devil fulfills the order. The peasants, however, try to trick him and cheat him out of his wages. But his revenge is terrible: the devil sends them the black spider, a symbol of the plague. The 74-minute concept album begins with dulcimer sounds that underline the scene as unison. This finally changes the mood ominously. The album offers powerful, brute and dark sounds to a primal human fear. Old legends of the past are transformed into a parable-like narrative about Christian-humanistic ideas of good and evil.

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1.
Einklang 04:31
Über die Berge hob sich die Sonne, leuchtete in klarer Majestät in ein freundliches aber enges Tal und weckte zu fröhlichem Leben die Geschöpfe, die geschaffen sind, an der Sonne ihres Lebens sich zu freuen. Mittendrin stand stattlich und blank ein schönes Haus, eingefasst von einem prächtigen Baumgarten. Die Kindstauffeier ist im Gange und das Mahl ist angerichtet, als der Blick bei dem wüsten, schwarzen Pfosten inne hält. Aber fragen möchte ich doch, nehmt es nicht für ungut, warum da gleich neben dem ersten Fenster der wüste, schwarze Fensterpfosten ist, der steht dem ganzen Haus übel an. Und nach zögern und zaudern der Grossätti die Geschichte zu erzählen beginnt.
2.
Der Komthur 04:39
Vor sechshundert Jahren - zu der Zeit wo die Ritter herrschten - über die Bauern Der wüsteste Komthur war Hans von Stoffeln Geplagt und gepeinigt – Hunger und Not Zwei Jahre Frondienst zum Bau eines Schlosses Felder und Hof – zutiefst vernachlässigt Weder Alter noch Schwachheit ward verschont Schläge und Schimpfen – die Peitsche knallt Frondienst war geleistet, sie fassten Mut - kräftig den Pflug Doch verlangt er – weiteren Dienst Mein Schloss ist fertig, doch eines fehlt, der Sommer kommt, droben ist kein Schattengang. In Zeit eines Monates sollt ihr mir pflanzen, sollt hundert Buchen nehmen aus Münneberg mit Ästen und Wurzeln, sollt sie mir pflanzen auf Bärhegen, wenn eine Buche fehlt, so büsst ihr mir es mit Gut und Blut. Tiefe Verzweiflung, es folgte ihnen des Komthurs donnernde Stimme, der Ritter Gelächter, der Knechte Spott, der Rüden Geheul. Keiner hatte den Mut zu rechtem Zorn, denn Not und Plage hatten den Mut - ihnen - ausgelöscht.
3.
Wie sie da so ratlos weinten, stund plötzlich vor ihnen, sie wussten nicht woher, lang und dürre ein grüner Jägersmann. „Was gibt es, ihr guten Leute, dass ihr da sitzet und heulet, dass es Steine aus dem Boden sprengt und Äste ab den Bäumen.“ Da ward noch schwärzer des Grünen Gesicht, noch röter das rote Bärtchen, es schien darin zu knistern, wie Feuer im Tannenholz. „Ich bin nur ein Jägersmann, wer weiss, ob ich nicht daheim ein tüchtiges Gespann habe, Holz und Steine oder Buchen und Tannen zu führen.“ - Sie wüssten nicht, wie das vollbringen in dieser Frist mit ihrem abgekarrten Vieh. - Des Grünen Gespann solle vom Kilchstalden weg, ihnen alle Buchen auf Bärhegen führen, - ihnen zu lieb und den Rittern zum trotz und um geringem Lohn. - „Wie ich gesagt, ich begehre nicht viel, nicht mehr als ein ungetauftes Kind.“ Leibhaftiger Dämon Luzifer – Verführer elender Teufel Das Wort zuckte durch die Männer wie ein Blitz und wie Spreu im Wirbelwinde stoben sie auseinander. „Besinnet euch oder suchet bei euren Weibern Rat, in der dritten Nacht findet ihr hier mich wieder!“ Leibhaftiger Dämon Luzifer – Verführer elender Teufel Da musste jeder Mann seinem Weibe erzählen, was sie im Schloss vernommen, das hörten sie - mit Wut und Fluch; sie mussten erzählen, wer ihnen begegnet, was er ihnen angetragen. Namenlose Angst ergriff die Weiber, ein Wehgeschrei ertönte über Berg und Tal, einer jeder ward, als hätte ihr eigen Kind der Ruchlose begehrt. Ein Weib schrie nicht den anderen gleich. Christine, eine Lindauerin, das war ein grausam handlich Weib und ward recht böse und schalt die Männer über ihre Feigheit. Sie rüsteten die Werkzeuge und sammelten sich am Münneberg und begannen mit gefasstem Mute die Arbeit. Ein Missgeschick nach dem anderen traf sie: die Geschirre zerrissen, die Wagen brachen, Pferde und Ochsen fielen. Eine fürchterliche Mutlosigkeit erfasste sie, in zwei Tagen nicht drei Buchen zur Stelle gebracht.
4.
Über die Achsel des Weibes eine schwarze Hand. Grinsender Teufel. Die Männer hob der Schreck von dannen. Christine - handelt mit List, als ob sich der Teufel übertölpeln lässt. „Ich begehre das Kind ja nicht zum Voraus. Sobald man mir verspricht, das erste zu liefern ungetauft, so bin ich schon zufrieden.“ Tanze mit ihm – Christine Ein Tanz mit dem Teufel Ein Kuss von ihm – Christine Der Pakt mit dem Teufel Der Grüne besiegelt den Pakt mit einem Kuss. Wie spitziges Eisen aus Feuer, durch Mark und Bein, durch Leib und Seele, ein gelber Blitz, freudig verzerrt des Grünen teuflisch Gesicht - Donner als ob der Himmel zerspringt. Und sie flieht den Berg hinan, glühender das Brennen der Wange da wo des Grünen Mund sie berührt. Tanze mit ihm – Christine Ein Tanz mit dem Teufel Ein Kuss von ihm – Christine Der Pakt mit dem Teufel Es ward eine wilde Nacht. In Lüften und Klüften heulte und toste es, als ob die Geister der Nacht Hochzeit hielten in den schwarzen Wolken, die Winde die wilden Reigen spielten zu ihrem grausen Tanze, die Blitze die Hochzeitsfackeln wären und der Donner der Hochzeitsegen gereichet
5.
Feuerschweif 04:42
Heulender Wind – Donner rollt übers Tal Christine`s Haare trieften – ihre Augen brannten Dunkler als sonst – in unheimlichem Feuer Rätig wurde man bald – die Sache zu versuchen Sechs Buchen luden sie ab bei Kilchstalden Sechs Buchen waren am folgenden morgen Zu Bärhegen gepflanzet Um Mitternacht fährt auf – Feuerschweif Der Grüne reitend auf schwarzem Bock Das Fuhrwerk des Teufels – Geisselknall Zauberei und Hexenwerk – Schwefelqualm Um zu wissen welche Pacht – die Bauern geschlossen Sandte er Ritter zur wache – fand sie des Morgens Halb tot in Gräben – niedergebrannt und weggeschleudert Um Mitternacht ein giftiger Wind – schwoll auf ihr Gesicht Am Urbanus Tage brachten sie ihm die letzten Buchen Liessen dem von Stoffeln sagen, er möchte kommen Und die Buchen zählen Um Mitternacht fährt auf – Feuerschweif Der Grüne reitend auf schwarzem Bock Das Fuhrwerk des Teufels – Geisselknall Zauberei und Hexenwerk – Schwefelqualm
6.
Dringlicher wird die Angst - der Grüne werde sich künden fordern was ihm gehört - ums Haus der heilige Bann. Ruhig gebar das Weib – und ungestört taufte der Priester das Kind alle freuten sich höchlich – alle Angst war verschwunden. Wie sie meinten, hatten sie den Grünen einmal angeführt, konnten sie es immer tun - mit dem gleichen Mittel. Mit düsteren Augen, glühenden Wangen – mit zucken im Gesicht der Priester das Wasser sprengte. Ein feurig Eisen wo Christine des Grünen Kuss empfangen der Pein nahm nicht ab, unmerklich wuchs der Punkt auf der Wange. So wich der Schlaf - das Essen, wie Feuerbrand der schwarze Punkt ward grösser - und dunkle Streifen liefen von ihm aus. Da geschah es, dass wiederum ein Weib ein Kind erwartete. Diesmal war die Angst nicht gross, die Leute wohlgemut; sobald sie zu rechter Zeit für den Priester sorgten, meinten sie, des Grünen spotten zu können. Nur Christine war es nicht so. Je näher der Tag der Geburt kam, desto schrecklicher ward der Brand auf ihrer Wange, desto mächtiger dehnte der schwarze Punkt sich aus, deutliche Beine streckte er von sich aus, kurze Haare trieb er empor, glänzende Punkte und Streifen erschienen auf seinem Rücken, und zum Kopfe ward der Höcker, und glänzend und giftig blitzte es aus demselben wie aus zwei Augen hervor.
7.
Höllenbrut 05:05
Jedes Bein ein Höllenbrand, der Spinne Leib die Hölle selbst ein Feuermeer, als wühlten feurige Messer in ihrem Mark Als führen feurige Wirbelwinde - durch ihr Gehirn sie wollte hinein ins Haus - starke Männer wehrten es die Hand des Herrn war über ihm, - es wurde das Kind getauft vergeblich und machtlos - umkreiste sie das Haus Als ob das Gesicht ihr platzte, glühende Kohlen geboren In des Blitzes fahlem Schein – langbeinig, giftig, unzählbar schwarze Spinnen über ihre Glieder hinaus in die Nacht den Entschwundenen liefen langbeinig, giftig, unzählbar andere nach Jedes Bein ein Höllenbrand, der Spinne Leib die Hölle selbst ein Feuermeer, als wühlten feurige Messer in ihrem Mark Der Brand im Gesichte legte sich, die Spinne liess sich nieder, schaute mit erlöschenden Augen ihrer Höllenbrut nach, die sie geboren hatte - ausgesandt zum Zeichen, wie der Grüne mit sich spassen lasse.
8.
Drinnen im Hause aber, sie freuten sich und hörten lange nicht, wie das Vieh brüllte und tobte im Stalle. Da verstummte der Jubel, alles lief nach dem Vieh, dessen Gebrüll erscholl über Berg und Tal. Hier wie dort streckte der Tod das Vieh. Zahllose schwarze Spinnen krochen über das Vieh, das Futter, und was sie berührten, war vergiftet, und was lebendig, ward bald vom Tode gestreckt. Die Spinnen eine Plage des Bösen, eine Mahnung, den Pacht zu halten. In der Angst versammelten sie sich in einsamer Scheuer, und Christine musste kommen und klaren Bescheid entrichten, was sie eigentlich mit dem Teufel, verhandelt hatte. Christine kam, verwildert, rachedurstig, aufs Neue von der wachsenden Spinne gefoltert. So erzählte Christine, und die Herzen der Männer bebten, und lange wollte keiner reden. Nur einer stund auf und redete kurz und deutlich: Christine totzuschlagen, so könnte der Grüne an der Toten sich halten, hätte keine Handhabe mehr an den Lebendigen Er solle zuschlagen, ihr sei es recht, aber der Grüne wolle nicht sie, sondern ein ungetauft Kind. Man kam überein, das nächste Kind zu opfern. Da erbot sich Christine willig dazu, denn hatte man einmal mit dem Teufel zu tun gehabt, so konnte es das zweite Mal wenig mehr schaden. Man wusste wohl, wer das nächste Kind gebären sollte, aber man redete nichts davon.
9.
Kindsraub 03:34
So war das arme Weibchen verkauft wusste es nicht, hoffte mit Bangen nach Rettung; und beschlossen im Rate der Menschen war der Stoss in sein Herz. Drinnen im Stübchen wimmerte das arme Weib, zu Ewigkeiten wurden die Minuten, die Grossmutter vermochte den Jammer nicht zu stillen mit Beten und Trösten. Da wimmerte das erste Lebenszeichen eines Kindes durch die Türe, unterdrückt so schnell als möglich, aber zu spät. Die Türe flog auf von wütendem Stosse, und wie auf seinen Raub der Tiger stürzt, stürzt Christine auf die Wöcherin. In Christines Händen ist das Kind; ein grässlicher Schrei - bricht aus dem Herzen der Mutter, dann die Ohnmacht - sie in schwarzen Schatten hüllt Zagen und Grauen ergriff die Männer, als Christine mit dem geraubten Kinde herauskam, glühend leuchtete ihr Gesicht, wie es dem Sieger leuchtet nach überstandenem Kampfe voran auf ihrem Wege zum Kilchstalden.
10.
Verbannung 07:06
Hans, des armen Weibes Mann, hatte sein Versprechen nur zu gut gehalten, nicht eilen den Priester zu holen. Langsam war er seines Weges gegangen. So war es spät geworden, bevor er auf Sumiswald kam. Schwarze Wolken jagten über den Münneberg her, jede Wolke ward zum Kriegesheer, ohne Unterlass brüllte der Donner, zornesvoll heulte der Sturm. Geborsten war der Wolken Schoss, Fluten stürzten nieder, Flüsse barsten auseinander ohne Unterlass brüllte der Donner, zornesvoll heulte der Sturm. Es sauste brauste und tosete, als sollten diese Töne zusammenschmelzen zur letzten Posaune, die der Welten Untergang verkündet. Feurige Garben fielen über das Dorf, als sollte jede Hütte aufflammen, zur letzten Posaune, die der Welten Untergang verkündet. Wie der Held zur Schlacht stürzte der Priester den Kilchstalden nieder, stürzte zum kühnsten Kampf, drang zwischen den Grünen und Christine, schmetterte zwischen sie die drei heiligen Namen, hält das Heiligste dem Grünen ans Gesicht, sprengt heiliges Wasser über das Kind und trifft Christine zugleich. Da fährt mit fürchterlichem Wehegeheul der Grüne von dannen, wie ein glutroter Streifen zuckt er dahin, bis die Erde ihn verschlingt.
11.
Vom geweihten Wasser berührt, schrumpft mit entsetzlichem Zischen Christine zusammen wie Wolle im Feuer, wie Kalch im Wasser, schrumpft zischend, flammensprühend zusammen bis auf die schwarze, hochaufgeschwollene, grauenvolle Spinne in ihrem Gesichte, schrumpft mit dieser zusammen, zischt in diese hinein, und diese sitzt nun giftstrotzend, trotzig mitten auf dem Kinde und sprüht aus ihren Augen zornige Blitze dem Priester entgegen. Dieser sprengt ihr Weihwasser entgegen, es zischt wie auf heissem Steine gewöhnliches Wasser; immer grösser wird die Spinne, streckt immer weiter ihre schwarzen Beine aus über das Kind, glotzt immer giftiger den Priester an; da fasst dieser nach ihr mit kühner Hand. Es ist, als wenn er griffe in glühende Stacheln hinein, aber unerschüttert greift er fest, schleudert das Ungeziefer weg, fasst das Kind und eilt mit ihm sonder Weile der Mutter zu.
12.
Der grauende Morgen fand lauter bleiche Gesichter, und die schöne Sonne färbte sie nicht, denn alle wussten wohl, dass nun erst das Schrecklichste kommen werde. So war die Spinne bald nirgends, bald hier, bald dort, bald im Tale unten, bald auf den Bergen oben. Die Kunde von diesem Schrecken war natürlich alsobald ins Schloss gedrungen. Der Komthur wappnete sich gut und ritt ins Tal hinauf, sich vermessend, nicht rückkehren zu wollen, bis sein Ross die Spinne zertreten. Wilde Hunde sprangen um ihn her, der Falke sass ihm auf der Faust. Als auf des Ritters Helm die Spinne glotzte giftig, schadenfroh ins Land. Die Menschen schrien grässlich auf und flohen in Wald und Schlucht. In glühendem Zorne rief und ritt er den Menschen nach bis er und sein Ross über eine Fluh hinab zu Tale stürzten. Dort fand man Helm und Leib, durch den Helm hindurch hatten die Füsse der Spinne sich gebrannt dem Ritter bis ins Gehirn hinein, den schrecklichsten Brand ihm dort entzündet, bis er den Tod gefunden. Mancher suchte zu fliehen. Die einen wollten das Tal verlassen, aber gerade die fielen der Spinne zu. Das Untier ward immer boshafter, immer teuflischer.
13.
Martyrium 04:58
Ein einziges Haus hatte das Untier bis dahin verschont und war nie in demselben erschienen; das Haus, aus welchem Christine das Kindlein geraubet. Das fromme Weibchen war genesen. Sie bohrte ein Loch in das Bystal, rüstete einen Zapfen, der scharf ins Loch passte, weihte ihn mit geheiligtem Wasser, legte einen Hammer zurecht und betete nun Tag und Nacht zu Gott um Kraft zur Tat. So hatte sie auch einmal nach strengem Wachen der Schlaf überwältigt und später aber wie sie die schweren Augenlider mühsam erhob, sah sie langsam, giftgeschwollen die Spinne schreiten übers Bettlein hinauf dem Gesichte ihres Bübchens zu. Unter tausendfachen Todesschmerzen drückte sie mit der einen Hand die Spinne ins bereitete Loch, mit der andern den Zapfen davor und schlug mit dem Hammer ihn fest. Drinnen sauste und brauste es, wie wenn mit dem Meere die Wirbelwinde streiten, das Haus wankte in seinen Grundfesten, fest sass der Zapfen, gefangen blieb die Spinne. Die treue Mutter aber freute sich noch, dass sie ihre Kindlein gerettet, dann starb sie auch den gleichen Tod wie alle. Nun war der schwarze Tod zu Ende. Ruhe und Leben kehrte ins Tal zurück. Die schwarze Spinne ward nicht mehr gesehen zur selben Zeit, denn sie sass in jenem Loche gefangen, wo sie jetzt noch sitzt.
14.
Ausklang 02:55

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Totenheer writes history.... More precisely: Totenheer set the novella "The Black Spider" by Jeremias Gotthelf from 1842 to music with 14 songs. The story tells of farmers in slavery in the 13th century in the Emmental. Under the threat of death, the tyrannical bailiff forces them to plant a hundred full-grown beech trees on the castle hill in no time at all. In their distress, they gave the order to the devil. As a reward, the devil desires nothing much, nothing more and nothing less than an unbaptized child. In a wild and stormy night, the devil fulfills the order. The peasants, however, try to trick him and cheat him out of his wages. But his revenge is terrible: the devil sends them the black spider, a symbol of the plague. The 74-minute concept album begins with dulcimer sounds that underline the scene as unison. This finally changes the mood ominously. The album offers powerful, brute and dark sounds to a primal human fear. Old legends of the past are transformed into a parable-like narrative about Christian-humanistic ideas of good and evil.

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released January 24, 2020

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Totenheer Lucerne, Switzerland

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